Astronomie und Amateurfunk

Amateurfunk und Astronomie haben einige Berührungspunkte - denken wir an den Einfluß der Sonne auf die Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen, an Erde-Mond-Erde Verbindungen, Amateurfunk über Satelliten, Reflexionen an Meteoritenbahnen, an Polarlichtern usw. - deshalb hier ein paar Infos und Links.

SICHTBARKEIT DER RAUMSTATION ISS ÜBER SACHSEN:

 

Bitte hier klicken: Link Die Koordinaten für GRH sind schon vorgegeben; in der >Datenbank< können aber auch andere Standorte gewählt werden bzw. mit Koordinaten eingegeben werden). Auf der Seite unter "SATELLITES" die "10 day predictions for: ISS" anklicken. Hinweis: Es werden nur die sichtbaren Überflüge angezeigt!

 

Anmerkung:
Nicht traurig sein, wenn es nicht klappt: Petrus spielt hier die entscheidende Rolle.
Ansonsten gilt: Verspätungen sind fast die Regel (bis zu 20min)!
Das hängt nicht etwa damit zusammen, daß man von einer ErdumlaufBAHN spricht und der Fahrplan irgendwie mit dem der Bundesbahn gekoppelt ist ;-)

Der Grund ist:
Damit die Station oben bleibt muß ab und zu mal wieder "Gas gegeben" werden (dazu werden oft die Raumtransporter bzw. Shuttleflüge genutzt). Kurioserweise ist die Station danach immer langsamer.

Warum?
"Gas geben" heißt: Die Bahn wird angehoben (Die Station wird sozusagen "aus der Kurve getragen".), der Radius wird größer, der Weg für einen Umlauf vergrößert sich (ein gewisser "Kepler" hat in der Vergangenheit einige Gesetze hierzu erlassen...*).
Die Werte gelten natürlich auch außerhalb Sachsens.

Es ist jedoch zu bedenken, daß die Station nur ca. 400km hoch fliegt. Dies hat z.B. zur Folge, daß die Station für einen Beobachter in Großenhain eine Elevation (der Winkel zwischen Objekt und Horizont) von 72° hat, diese in Rostock zum gleichen Zeitpunkt jedoch nur bei 49° liegt.

für Interessenten:
Es geht hier in erster Linie um das 2. Keplersche Gesetz:
"Die Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt der Sonne und dem des Planeten überstreicht in gleichen Zeitintervallen gleich große Flächen".
Da die Keplerschen Gesetze für alle Himmelskörper gelten, können wir Sonne = Erde und Planeten = Satelliten setzen.

Also:
Die Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt der Erde und dem Satelliten überstreicht in gleichen Zeitintervallen gleich große Flächen"

Daraus folgt vereinfacht: Je tiefer ein Satellit fliegt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. Umgekehrt gilt logischerweise das Gegenteil: Je weiter man die Satellitenbahn von der Erdachse entfernt, umso geringer ist seine (scheinbare) Geschwindigkeit am Himmel. So kann man einen Punkt finden, an welchem der Satellit für den Betrachter auf der Erde am Himmel "steht", das heißt, der Satellit dreht sich genau mit der Erdrotation. An diesem Punkt tummeln sich ASTRA und andere TV- und Kommunikationssatelliten. Man spricht von einer geostationären Bahn. Diese ist heiß begehrt und weil die Satelliten auf dieser Bahn an manchen Stellen schon sehr eng beieinander stehen, ist ein "Parkplatz" schwer zu bekommen. Man will gegenseitige Störungen vermeiden.